Dr. med. univ. Nikolaus Leontaridis

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8330 Feldbach

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Leistungsspektrum

Hier finden Sie einen Auszug der wichtigsten Leistungen unserer Ordination.

Behandlung der Harninkontinenz

In der EU als auch in Österreich ist die Harninkontinenz zu einer sozioökonomischen Herausforderung, durch die ständig älter werdende Bevölkerung geworden. In Österreich sind etwa 500 bis 700 Tausend Menschen über 65 Jahre betroffen. Tendenz steigend.


Die Harninkontinenz wird von der Gesellschaft nach wie vor tabuisiert. Die Betroffenen reduzieren aus Schamgefühl ihre sozialen Kontakte, was letztendlich in kompletter Isolation und oft auch in Depression endet.


Oft ist die Harninkontinenz ein Aufnahmegrund in einer Pflegeelnrichtung. Etwa 50% der Heimbewohner leiden darunter. Dies ist nicht notwendig, da es viele Möglichkeiten der Behandlung oder Linderung der Harninkontinenz gibt.


Wichtig ist es das Problem anzusprechen, denn nur so ist eine Abklärung und gezielte Therapie möglich, egal ob eine Belastungs, Neurogen bedingte oder eine Mischinkontinenz vorliegt.

Urologische Prostatavorsorge

Ist einmal jährlich deshalb so wichtig, da Prostatakrebs mittlerweile die häufigste Krebserkrankung des Mannes ist. In Österreich sind jährlich etwa 6000 Männer betroffen, etwa jeder 6e.


Die Untersuchung besteht aus dem Abgreifen der Prostata mit dem Finger über dem Mastdarm, unangenehm, jedoch nicht schmerzhaft. Sinn ist es Verhärtungen oder Konsistenzveränderungen zu diagnostizieren.


Die zweite Säule ist eine Blutabnahme zur Bestimmung des PSA Wertes, ein organspezielles Eiweiß, welches altersabhängig in bestimmten Grenzbereichen liegen darf. Wenn der PSA Wert zu hoch ist, oder die Anstiegsgeschwindigkeit zu rasch erfolgt, oder der Tastbefund suspekt ist wird eine Gewebsentnahme aus der Prostata durchgeführt um den bestehenden Verdacht auf Prostatakrebs zu bestätigen oder auszuschließen.


Falls Prostatakrebs diagnostiziert wurde, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, welche von der Operation, Bestrahlung, Hormonentzugsbehandlung und regelmäßiger Kontrolle ohne Therapie reichen. Welche Therapie für den Patienten am besten geeignet ist muß individuell mit ihm ausführlichst besprochen werden.


Weiters wird auch die Funktion der Blasenentleerung mittels Harn, Uroflow (Harndruckflußmessung) und Restharnbestimmung untersucht. Falls Probleme bestehen reicht die
Therapie von Verhaltensmaßregeln über Medikamenteneinnahme bis zur Operation (Verkleinerung der Prostata )

Erektionsprobleme

Die lnzidenz ist durch ungenaue Zahlen nicht exakt bestimmt, jedoch kann die Abnahme der Erektionsfähigkeit bei 50 bis 60 Jährigen bei etwa 10-20 %, bei über 70 Jährigen bei bis zu 50% liegen. Die Entstehung ist multifaktoriell. Trotz der großen medialen Präsenz ist die erektile Dysfunktion nach wie vor ein Tabuthema.


Den meisten Patienten kann geholfen werden. Wichtig bei der Abklärung ist die ausführliche Erhebung der sexualanamnese, die genaue Medikation, Untersuchung des Genitals sowie ein Erektionstagebuch. Die nachfolgende Therapie kann mit PDE-V Hemmer (Viagra und andere), SKAT, MUSE, Vakuumpumpe, oder in Österreich eher selten operative Verfahren erfolgen. Natürlich kann auch eine rein psychogene Komponente vorhanden sein. Hier Ist eine Psychotherapie oft Erfolg bringend.

Ejakulatio präcox (vorzeitiger Samenerguss)

Ist die häufigste Sexualstörung des Mannes. Etwa 1/4 kommt zu Früh.


Die Therapiemöglichkeiten sind durch Unkenntnis der ursächlichen Mechanismen oft nicht erfolgreich. Wichtig ist die Anamnese sowie die Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten sowie Verhaltensmaßregeln z.B (Masturbationstraining), lokale Anwendung von Anästhetika an der Eichel, Antidepressiva, Akupunktur.


ln der Praxis ist die Kombination aus medikamentöser und topischer Therapie oft erfolgreich.

Kinderwunsch

Der allein männliche Faktor der ungewollten Kinderlosigkeit liegt laut WHO bei etwa 20%.


Wenn nach einem Jahr ungeschützten GV keine Schwangerschaft eingetreten ist dann kann die Fertilitätsabklärung erfolgen. Sie besteht aus der Anamnese, Erfragung von Erkrankungen in der Kindheit, evtl Traumen oder Operationen im Genitalbereich, Medikation.


Die körperlicher Untersuchung mit Ultraschall des Genitals, und zuletzt die Abgabe des Samens, wobei als einzige Voraussetzung gilt, dass vor Abgabe des Ejakulates 4 bis 5 Tage vorher kein GV erfolgen soll.
Falls die Samenqualität eingeschränkt ist kann die Bestimmung des mannl. Hormonstatus sinnvoll sein.
Falls keine Spermien diagnostizierbar sind, ist die genetische Abklärung an der Humangenetik indiziert.
Bei eingeschränkter Zeugungsfähigkeit reichen die Therapieoptionen von der Insemination bis zur IVF. Seit Jahren gibt es in Österreich den lVF Fond.


Sind die Aufnahmekriterien erfüllt übernimmt die Krankenversicherung etwa 70 bis 80% der Kosten, da sonst die IVF eine Privatleistung Ist.

Untersuchung von Kindern

Auch bei den Kleinen können urologische Probleme auftreten, wie Infekte mit oder ohne angeborene Fehlbildungen des Urogenitlatraktes, Steinleiden, nächtliches Einnässen (Enuresis) etc., wichtig ist die behutsame Untersuchung im Beisein der Eltern.

Vasektomie

Ist die operative Durchtrennung der Samenleiter als Beitrag des Mannes zur Empfängnisverhütung. Dies ist jedoch nur bei abgeschlossener Familienplanung anzuraten, da die Folgen des operativen Eingriffes nahezu endgültig sind.


Der Eingriff dauert in etwa 50 min, wird in lokaler Betäubung durchgeführt.


Die Kosten liegen zwischen 600 und 900 Euro.


Nach dem Eingriff ist körperliche Schonung für 10 Tage empfohlen. Für 3 Monate geschützter GV mit Kondom erforderlich. Danach soll ein Spermiegramm als Qualitätskontrolle der Op erfolgen. Es sollen dann keine Spermien mehr diagnostizierbar sein.


Durch die Vasektomie wird weder die Erektionsfähigkeit, sexuelles Empfinden noch das Verlangen beeinträchtigt.


Rückoperationen generell möglich, jedoch mit hohen Kosten verbunden. Auch die Konservierung des eigenen Samens ist möglich.