Dr. med. univ. Nikolaus Leontaridis

Sigmund-Freud-Platz 1/2.Stock
8330 Feldbach

Telefon +43 3152 89 86 00


Öffnungszeiten

Mo: 13:00-17:00 Uhr
Di: 8:00-12:00 Uhr
Mi: 8:00-12:00 Uhr
Do: 13:00-17:00 Uhr
Fr: 8:00-12:00 Uhr

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Leistungsspektrum


Hier finden Sie einen Auszug der wichtigsten Leistungen unserer Ordination.

Kinderwunsch

Der allein männliche Faktor der ungewollten Kinderlosigkeit liegt laut WHO bei etwa 20 %. Wenn nach einem Jahr ungeschützen Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eingetreten ist, kann die Fertilitätsabklärung erfolgen. Sie besteht aus der Anamnese mit Erfragung von Erkrankungen in der Kindheit, evtl. Traumen oder Operationen im Genitalbereich, Medikation, die körperliche Untersuchung mit Ultraschall des Genitals und die Abgabe des Samens unter der Voraussetzung,  dass vor Abgabe des Ejakulates 4 bis 5 Tage vorher kein Geschlechtsverkehr erfolgt. Falls die Samenqualität eingeschränkt is,t kann die Bestimmung des männl. Hormonstatus sinnvoll sein, falls keine Spermien diagnostizierbar sind, ist die genetische Abklärung an der Humangenetik indiziert. Die Therapiemöglichkeiten reichen von der Insemination bis zur IVF. Seit Jahren gibt es in Österreich den IVF-Fonds. Sind die Aufnahmekriterien erfüllt, übernimmt die Krankenversicherung etwa 70 bis 80 % der Kosten, da sonst die IVF eine Privatleistung ist.


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Behandlung der Harninkontinenz

In der EU als auch in Österreich ist die Harninkontinenz zu einer sozioökonomischen Herausforderung durch die ständig älter werdende Bevölkerung geworden. In Österreich sind etwa 500.000 bis 700.000 Menschen über 65 Jahre betroffen, wobei die Inzidenz stetig steigt. Harninkontinenz wird von der Gesellschaft nach wie vor tabuisiert, die Betroffenen reduzieren aus Schamgefühl ihre sozialen Kontakte, was letztendlich in kompletter Isolation und oft auch in einer Depression endet. Oft ist die Harninkontinenz ein Aufnahmegrund in einer Pflegeeinrichtung, etwa 50 % der Heimbewohner leiden darunter. Dies ist nicht notwendig, da es viele Möglichkeiten der Behandlung oder Linderung der Harninkontinenz gibt. Wichtig ist es, das Problem anzusprechen, denn nur so ist eine komplette Abklärung und gezielte Therapie möglich, egal ob Belastungs- oder neurogen bedingter Harninkontinenz. Entscheidend ist die Anamnese mit Erhebung der momentanen Medikation, weiters ein Harnbefund, Nephro und Restharnsono, Besprechung des Miktionstagebuches und die nachfolgende Blasenspiegelung. Erst nach diesen Untersuchungen können gezielte Maßnahmen zur kompletten Therapie oder zur Symptomverbesserung mit dem Patienten besprochen werden.

 

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Urologische Prostatavorsorge

Diese ist einmal jährlich deshalb so wichtig, da Prostatakrebs mittlerweile die häufigste Krebserkrankung des Mannes ist. In Österreich sind jährlich etwa 5000 bis 6000 Männer betroffen, etwa jeder Sechste. Die Untersuchung besteht aus dem Abgreifen der Prostata über dem Mastdarm, unangenehm, jedoch nicht schmerzhaft. Sinn ist es, Verhärtungen oder Konsistenzveränderungen zu diagnostizieren. Die zweite Säule ist eine Blutabnahme zur Bestimmung des PSA-Wertes, ein organspezielles Eiweiß, welches altersabhängig in bestimmten Grenzbereichen liegen darf. Wenn der PSA-Wert zu hoch ist, die Anstiegsgeschwindikeit zu rasch erfolgt oder der Tastbefund suspekt ist, wird eine Gewebsentnahme aus der Prostata durchgeführt, um den bestehenden Verdacht auf Prostatakrebs zu bestätigen oder auszuschließen. Falls Prostatakrebs diagnostiziert wird, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, welche von der Operation, Bestrahlung, Hormonentzugsbehandlung bis zu regelmäßiger Kontrolle ohne Therapie reichen.

 

Welche Therapiemöglichkeit für den Patienten geeignet ist muss individuell mit ihm ausführlicht besprochen werden. Abgesehen davon wird auch die Funktion der Blasenentleerung mit Harn, Uroflow und Restharnmessung untersucht, falls Probleme bestehen können diese individuell von der Einnahme von Medikamenten bis zur operativen Verkleinerung der Prostata reichen

Erektionsprobleme

Die Inzidenz ist durch genaue Zahlen nicht exakt bestimmt, jedoch kann die Abnahme der Erektionsfähigkeit bei 50- bis 60-Jährigen bei etwa 10-20 %, bei über 70-Jährigen bei bis zu 50 % liegen, die Entstehung ist multifaktoriell. Trotz der großen medialen Präsenz ist die erektile Dysfunktion nach wie vor ein Tabuthema, dennoch kann den meisten Patienten geholfen werden. Wobei bei der Abklärung die ausführliche Erhebung der Sexualanamnese, genaue Medikamenteneinnahme, Untersuchung des Genitals sowie ein Erektionstagebuch für die nachfolgende Therapie notwendig ist. Eine Therapie kann mit PDE-V-Hemmern (Viagra und andere), SKAT, MUSE, Vakuumpumpe, oder - in Österreich eher selten - operative Verfahren erfolgen.  Natürlich kann auch eine rein psychogene Komponente vorhanden sein, hier kann eine Psychotherapie-Abklärung Erfolg bringen.

Ejakulatio präcox (vorzeitiger Samenerguss)

Dies ist die häufigste Sexualstörung des Mannes, etwa 1/4 kommt zu früh. Die Therapiemöglichkeiten sind durch Unkenntnis der ursächlichen Mechanismen oft nicht erfolgreich. Wichtig ist die Anamneseerhebung und Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten wie Verhaltensmaßregeln (Masturbationstraining), lokale Anwendung von Anästhetika an der Eichel, Antidepressiva, Akupunktur. In der Praxis ist die Kombination aus medikamentöser und topischer Therapie oft erfolgreich.

Urologische Notfälle

Urologische Notfälle, wie bspw. Nierensteine, plötzliche Blutungen aus der Blase oder Harnröhre, Verletzungen des Genitals nach Unfällen jeglicher Art usw. werden in meiner Ordination behandelt. Im Bereich der Nierensteinzertrümmerung konnte ich an der Urologie am LKH in Oberwart mehr als 10 Jahre Erfahrung sammeln.

Untersuchung von Kindern

Auch bei den Kleinen können urologische Probleme auftreten, wie Infekte mit oder ohne angeborenen Fehlbildungen des Urogenitlatraktes, Steinleiden, nächtliches Einnässen (Enuresis) etc., wichtig ist die behutsame Untersuchung im Beisein der Eltern.

Vasektomie

Die ist die operative Durchtrennung der Samenleiter als Beitrag des Mannes zur Empfängnisverhütung. Dies ist jedoch nur bei abgeschlossener Familienplanung anzuraten, da die Folgen des operativen Eingriffes nahezu endgültig sind. Der Eingriff dauert in etwa 50 Minuten, wird in lokaler Betäubung durchgeführt und von keiner Kasse bezahlt. Vasektomie ist eine reine Privatleistung, die Kosten liegen unterschiedlich zwischen 600 und 900 €. Nach dem Eingriff körperliche Schonung für 10 Tage, für 3 Monate geschützter Geschlechtsverkehr mit Kondom, nach 3 Monaten Spermieogrammkontrolle als Qualitätskontrolle der Operation, es sollen dann keine Spermien mehr diagnostizierbar sein. Durch die Vasektomie wird weder die Erektionsfähigkeit, das sexuelle Empfinden, noch das Verlangen beeinträchtigt.

 

Rückoperationen sind generell möglich, jedoch mit hohen Kosten verbunden, man sollte die Konservierung des eigenen Samens erwägen.

Ultraschall der Nieren

Diese Untersuchung wird durchgeführt, um etwaige Veränderungen an der Nierenstruktur festzustellen. Als Beispiele seien hier bösartige Nierentumore oder Veränderungen der Nierenrindenstruktur mit eingeschränkter Nierenfunktion angeführt.